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  Donaukurier, Lokales, 07.05.2010

 

Songs mit Niveau und Feuer


Ingolstadt (DK) Man kennt sie in der Szene: Schon in mehreren Ingolstädter Rockbands hat Andrea Kodisch im Laufe ihrer Karriere gespielt. Nach zehn Jahren bei ihrer letzten Station, der Coverband Old Rip, wollte sie gerne wieder selber Lieder schreiben.

 

Bild: Live präsentiert sie ihre Songs am liebsten: Andrea Kodisch und ihre Band Schallpoet stellten die Debüt-CD vor kurzem im Diagonal vor. Erstmals präsentiert die Künstlerin auch deutsche Texte. - Foto: Pfaffel

 

 

Das hat sie schon in den Neunzigern bei der Band Silent Groove gemacht, mit der sie 1995 den bayerischen Rock- und Pop-Musikpreis gewann. Musik nachzuspielen könne zwar eine Zeit lang ganz nett sein, findet sie, "aber wenn man immer Ideen hat, und die liegen daheim in der Schublade herum und vergammeln . . ."

Im Frühjahr 2009 suchte Andrea Kodisch ein paar andere Musiker und gründete die Gruppe Schallpoet, mit der sie erstmals auch deutschsprachige Lieder schreibt. Eigentlich hatte sie bisher mit deutschen Texten nicht viel zu tun gehabt und sich auch nur selten Musik deutschsprachiger Künstler angehört. Doch: "Bei irgendeinem Lied sind die deutschen Wörter aus mir herausgesprudelt!"

Jetzt haben Schallpoet ihr Debütwerk "Never too late" vorgestellt; das Diagonal war gut gefüllt. Beim Publikum kamen die gehaltvollen Songs, die viel über das Leben erzählen, bestens an. Weitere Auftritte sind am 19. und 20. Juni in Ringsee.

"Die meisten Lieder auf dem Album sind schon eher nachdenklich", erzählt die Frontfrau von Schallpoet über die Songs, die aus ihrer Feder stammen. "Das sind einfach Texte, die mich persönlich bewegen. Geschichten, die man schon selber erlebt hat."

Das ebenfalls auf der CD enthaltene Lied "Niemand" war bei der "Soundgarage" von Antenne Bayern, einem Online-Portal für Newcomerbands, sehr erfolgreich. Wochenlang hielt es sich auf Platz eins, was Andrea Kodisch allerdings nicht überbewerten möchte: "Mir ist es fast lieber, wenn wir eher darauf achten, wie das live rüberkommt. Da ist das Publikum auch authentischer." Denn diese Download-Charts könne man ganz schön manipulieren.

Doch auch allein nach den Zuhörern will sich Andrea Kodisch nicht richten: "Geschrieben wird einfach das, was aus mir heraus kommt, ob das nun deutsch oder englisch ist!"

 

Von Anika Zidar
 
 
   
 

 

  Megazin, April 2010

 

 

 

 

  Donaukurier Neuburg, Lokales, 31.03.2009

 

Neue Band, neue Töne


Neuburg (ahl) Andrea Kodisch ist wieder da. Rund ein Dutzend Jahre nachdem sich ihre Band Silent Groove, mit der sie 1995 den "Bayerischen Rock- und Pop-Preis" gewonnen hatte, aufgelöst hatte, stand sie nun mit ihrer neu gegründeten Band Schallpoet erstmals wieder mit eigenen Songs auf der Bühne. "Ein besserer Übungsabend" überschrieb sie selbst bescheiden das Konzert im Rödenhof vor geschlossener Gesellschaft.

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Bild: Authentisch und nah bei den Fans: Andrea Kodisch meldet sich mit neuer Band in der Musikszene zurück. - Foto: Hammerl

 

Die Fans sahen das ganz anders. "Unsere Erwartungen wurden voll erfüllt", sagt Ulli aus Kösching, die sich als "Fan von Andrea – eigentlich schon seit 27 Jahren" outet. "Supertolle Texte und tolle Stimme", schwärmt Ulli, und Silvia, ebenfalls eigens aus Kösching nach Neuburg gekommen, ergänzt: "Andrea ist reifer geworden."

Kodisch selbst mag hingegen keine Vergleiche zu früher ziehen. "Nicht schlechter als damals, hoffe ich", kommentiert sie zurückhaltend, strahlt aber angesichts der Begeisterung der rund 60 Konzertbesucher sichtlich.

Mit Richard Schiller (Gitarre), Hans Schmid (Schlagzeug), Robert Graf (Keyboard), Bettina Irnhauser (Geige), Sonja Feuchtenbeiner (Bass) und Stefan Irnhauser am Mischpult hat Frontfrau Kodisch eine schlagkräftige Gruppe beisammen. Rock, Pop und Folkmusic – an der Musikrichtung hat sich nichts verändert. Dennoch sollen alte Silent-Groove-Songs weitgehend außen vor bleiben. "Das ist mein neues Baby", begründet die Frontfrau und Songwriterin ihre Entscheidung, sich voll auf Kompositionen aus den Jahren 2003 bis 2008 zu stützen.

So kommen nur zwei Silent-Groove-Erfolge beim ersten Schallpoet-Konzert zu neuen Ehren. "Travelling Friends" hat zwar hohen Wiedererkennungswert, aber bei den Fans stehen die Neukompositionen hoch im Kurs. "Niemand" fordert Ulli lautstark als Zugabe ein. "Muss es ausgerechnet das sein", fragt Andrea zurück und murrt scherzhaft: "Du bist ganz schön fordernd." Authentisch, ganz nah dran an den Fans, Musikerin mit Leib und Seele – das kommt an, die Konzertbesucher spüren, hier wird Musik geboten, die von Herzen kommt.

"Niemand" ist ein starkes Lied – ein trauriges Lied von Einsamkeit inmitten der Gesellschaft, von Menschen, die im Altersheim oder an der Kneipentheke darauf warten, dass jemand mit ihnen spricht. Traurig, melancholisch und zugleich kraftvoll, denn hier wird nicht gejammert, sondern aufgerüttelt – ein musikalischer Aufschrei nach mehr Menschlichkeit, der tief berührt. Wunderschön hinein kombiniert die Geige, die in einer Rockband zumindest ungewöhnlich ist, sich aber wunderbar einfügt. Der Wechsel macht’s, Anleihen bei Folk und Country bringen Schwung ins Konzert, die wenigen deutsch gesungenen Lieder begeistern die Fans.

Ohne Band, nur von Gitarrist Richard Schiller begleitet, singt Kodisch abschließend das ebenso tief schürfende "No Respect", das mehr Akzeptanz, mehr Toleranz und eben – Respekt anderen Menschen, gerade auch Kindern, gegenüber, einfordert.

Die nächsten Pläne? "Erst Studio, dann weitere Konzerte, hoffe ich", antwortet sie, verrät aber noch keine Details.

Von Andrea Hammerl
 

 
   
 

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Zitate

Carl Fürstenberg: „Aktionäre sind dumm und frech. Dumm, weil sie ihr Geld anderen Leuten ohne ausreichende Kontrolle anvertrauen und frech, weil sie Dividenden fordern, also für ihre Dummheit auch noch belohnt werden wollen.“
von zitate-online.de